Indien

REGP Pfadfinder weltweit

Wie kommt das?

Geschichtliches:
Anna Hofmann aus Bad Bramstedt lernt Pastor Dinesh Cumar Chand im indischen Bundesstaat Orissa kennen und die beiden heiraten. Während Anna (2007/2008) in Deutschland eine Krankenschwestern-Ausbildung macht, um in Indien fachkundig helfen zu können, wird Dinesh in Hamburg in Sachen Partnerschaft etc. geschult und wirkt außerdem in der Kirchengemeinde Brokstedt (nahe Bad Bramstedt) mit. Dort findet er an der Pfadfindergruppe besonderen Gefallen und wird Christophorus-Pfadfinder. In dieser Zeit lernt er Vielfältiges kennen, kommt auf das Sommerlager ins Wendland mit.

Wieder zurück in Littiguda, in seiner Kirchengemeinde, gründet Dinesh Chand einen Pfadfinderstamm und 150 Kinder und Jugendliche sind sofort dabei. Andere Kirchengemeinden in Indien sind von der Pfadfinderei beeindruckt und fragen bei Dinesh an, ob er ihnen helfen könnte Pfadfinder in ihren Gemeinden auszubilden.

Der Stamm in Littiguda nennt sch “Green Angels”. Die Pfadfinder kümmern sich in dreierlei Hinsicht um die Schöpfung: Sie pflanzen Bäume auf die karge Erde und pflegen diese, sie betreiben aktive Friedensarbeit, denn es gibt in der Region Schwierigkeiten zwischen den verschiedenen Volksgruppen, und sie kümmern sich um Gesundheitspflege. Außerdem ist Musik mit Gesang und Tanz eine Stärke dieser Guppe.

Inzwischen ist der Pfadfinderstamm in Littiguda ein assoziiertes Mitglied unseres Ringes evangelischer Gemeindepfadfinder.
Die Christophorus-Pfadfinder in Brokstedt wurden damals geleitet von Wilma Giesder aus Barmissen (bei Kirchbarkau). Durch sie und Berit Reese aus Warnau (bei Kirchbarkau), die 2010 und 2012 in Littiguda war, entstand die Verbindung zu den Pfadis in Kirchbarkau.

Wilma Giesder war nun im Januar 2013 in Littiguda und war so beeindruckt von dem, was sie dort erlebt hat, dass es ihr schwer fällt, das hier in aller Kürze zu beschreiben. Ein Versuch:

Als Pfadfinderin 7000km Luftlinie zurücklegen, um dann in einem kulturell mir völlig fremden Umfeld von einer großen Gruppe grüne Hemden tragender REGP-Pfadfinder umringt zu sein, fühlt sich unbeschreiblich gut an.
Freundlichkeit, Freude, Gastfreundschaft vermitteln das Gefühl, nach Hause gekommen zu sein.
Was ist das Paradies? Alles perfekt, keine Schwierigkeiten, keine offenen Wünsche? – Weit gefehlt, glaube ich. Trotz Armut und Müllproblem, trotz Sorge um den Frieden: In Littiguda hatte ich das Gefühl, durch die ehrliche Herzlichkeit und das Ringen um Verbesserungen mit Christus als Bruder an der Seite, dem Himmel etwas näher zu sein. Wer das zu schmalzig findet, fahre selber hin!

Und wer noch nicht weiß, was er gleich nach der Schule machen könnte: Durch “Weltwärts” (http://www.weltwaerts.de), den Freiwilligendienst des Bundesministeriums, kann man für ein halbes oder ein Jahr nach Orissa und Littiguda kommen!

Soweit in aller Kürze die bisherige Geschichte dieser Bekanntschaft über die Kontinente hinweg.
Wir, die Green Angels, Dinesh, die Christophorus-Pfadfinder, der Polarstern Harrislee und ich, wünschen uns, dass aus Bekanntschaft Partnerschaft wird, eine herzlich verbundene Zukunft entsteht.

Wilma

PS: Bilder findet ihr unter folgendem Link