Pfadfinder ABC

Abzeichen: Aufnäher, den Teilnehmer einer Großfahrt am Ende eben dieser als „Beweis“ überreicht bekommen. Soll auf den rechten Ärmel genäht werden, der nach einigen Jahren Pfadfinderei keinen Platz für weitere Abzeichen lässt.

Allzeit Bereit: Motto der Pfadfinder, wir rufen es gemeinsam nach dem Vaterunser im Kreis.

Ankerkreuz: Abzeichen für nichtkonfirmierte Pfadfinder, wird unter dem Stammesabzeichen auf dem linken Ärmel getragen.

Baden-Powell: Sir Robert Stephenson Smyth Baden-Powell, Lord of Gilwell, gründete vor 100 Jahren die Pfadfinderbewegung. Meist nur BiPi genannt.

Bergerix: Gruppenleiter

Bergfest: Geselliger Abend mit Sketchen und Spielen, ähnlich dem Lagerzirkus. Das Bergfest wird nach Ablauf der Hälfte der Lagerwoche gefeiert und ist seit dem SoLa 2007 (Reddebeitz) in unserem Lagerablauf.

Bricolix: Materialwart

Christophorus: Träger Christi und unser Patron. Die Legende findet ihr hier.

Dienste: Jeder muss im Lager mit anpacken. Platzdienst, Feuerdienst, Waschwannendienst, Küchendienst, Klodienst, usw. Jede Kothe muss den Dienst einen Tag lang machen, wobei der Klodienst oft an jemanden besonders Ungezogenen vergeben wird. 😉

Eiskothe: Bei Minusgraden eine Nacht in der Kothe schlafen.

Erlebnis-Pädagogik: Der moderne Begriff dafür, was es bei den Pfadfindern eh schon seit 100 Jahren gibt.

Großfahrt: Höhepunkt des Pfadfinderjahres. Die erste Woche der Sommerferien verbringen wir (manchmal mit anderen Stämmen) im Lager. Dabei wird zwischen dem SoLa (Sommerlager), den kleinen Großfahrten und dem WiLa (kürzeres Winterlager) unterschieden.

Gruppenstunden: Jeden Freitag ist eineinhalb Stunden Gruppenstunde im Gemeindehaus. Wir singen, spielen, basteln und lernen, drinnen und draußen.

Hajk/Hike: Zwei- bis dreitägige Wanderung, bei der Proviant und sonstiges Material auf die Rucksäcke der Teilnehmer aufgeteilt wird. Übernachtet wird in der Natur.

Halstuch: Wird unter dem Hemdkragen getragen. Unser Wölflingshalstuch ist dunkelrot, ab dem dritten Helferschein dunkelrot mit beigen Streifen und unsere Gruppenleiter tragen ein dunkelrotes mit schwarzen Streifen. Das Halstuch ist ein „Survival-Allrounder“ und wird bei internationalen Treffen auch mal zum begehrten Tauschobjekt.

Helferschein: Pfadfinder ab 12 Jahren werden von uns zu Helferschulungen des REGP geschickt, die sie auf den Gruppenleiterschein vorbereiten. Es gibt drei Helferscheine.

Hol über: Stammesruf, der am Ende jeder Gruppenstunde dreimal laut durchs Gemeindehaus schallt.

Hymne: Unsere Hymne ist die erste Strophe von „Herr, wir stehen Hand in Hand“.

Juja: Abkürzung für die sogenannte JungenschaftsJacke, die aus warmen dunkelblauem Wollstoff gefertigt ist. Lässt sich nur über den Kopf an- und ausziehen, riecht in der Regel nach Lagerfeuer.

JuLeiCa: JugendLeiterCard, der offizielle Ausweis für Jugendleiter ab 16. Für die Card muss man ein einwöchiges Seminar und einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben, die Card ist nicht nur bei den Pfadfindern gültig.

Jurte: Großes zwölfeckiges Zelt, in dem 20 Personen Platz finden. In der Mitte kann man eine Feuerstelle anlegen. Eine Jurtenburg nennt man eine Konstruktion aus mehreren, miteinander verbundenen Jurten.

Kirchentag: Größtes christliches Festival Deutschlands, das alle zwei Jahre stattfindet. Alle Pfadfinder ab 15 Jahren können als Helfer mitfahren.

KKK: KohtenKontrollKommando. Spionieren zu den unmöglichsten Zeiten in die Kohten hinein, um die Ordnung zu beurteilen. Die sauberste Kohte erhält am Ende einen Preis.

Kleine Großfahrt: Ein Wochenende, bei dem die einzelnen Gruppen auf Fahrt gehen dürfen.

Kluft: Die Kleidung der Pfadfinder, bestehend aus Hemd und Halstuch. Unsere Hemdfarbe ist hellgrün, unser Halstuch weinrot mit beigen oder schwarzen Streifen. Das Hemd sollte zugeknöpft und in die Hose gesteckt werden. Zur Gruppenstunde ist sie erwünscht, zu feierlichen Anlässen Pflicht.

Kohte: Kleineres Zelt, bestehend aus vier Kohtenbahnen und Segel (Dach). Es fasst bis zu fünf Pfadfinder, in der Mitte kann man ein Feuer machen.

Küchenzelt: Großes weißes Vario-Zelt, in dem die Küche untergebracht ist. Merkmale sind die Düfte, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, und die enorm großen Küchenutensilien. Unsere Küchenfee ist Gabi.

Kugelkreuz: Abzeichen für konfirmierte Pfadfinder, wird unter dem Stammesabzeichen auf dem linken Ärmel getragen.

Lager: s. Großfahrt

Lagerbauten: Von Geschirrbeutelbäumen bis zur Arche Noah: Wenn im Lager das Beil geschwungen wird, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Lagerkoller: Unvermeidbar, kann als Gruppe oder als Einzelperson erlebt werden. Häufige Gründe sind Heimweh oder Liebeskummer, kann allerdings auch durch vor der Weckzeit herumtobende Wölflinge ausgelöst werden. Geht meistens aber schnell vorbei.

Lagerzirkus: Bunter Abend am Ende des Lagers, zu dem sich jede Kohte etwas überlegen soll. Selbstgedichtete Lieder, Sketche oder eine Statistik darüber, wer wieviele Kartoffelpuffer verdrückt hat: Alles ist denkbar.

Lutherrose: Wappen Martin Luthers und gleichzeitig Logo des Rings (REGP). Wird auf der linken Brusttasche getragen.

Pfadfinderversprechen: „Im Vertrauen auf Gottes Hilfe verspreche ich, Gott zu dienen, dem Nächsten zu helfen und das Pfadfindergesetz zu erfüllen.“

Pfingstlager: Alle Stämme im REGP kommen hier über Pfingsten zu einem Großlager zusammen.

REGP: Ring Evangelischer GemeindePfadfinder. Verbund christlicher Pfadfinder, hauptsächlich in Norddeutschland.

Troubadix: Musiker (Gitarre/Keyboard)

Tschai: Eine Art (alkoholfreier) Punsch mit Tee, Nüssen und Früchten. Jeder Stamm hat sein eigenes Geheimrezept.

T-shirts: Alternative zur Kluft sind die blauen Pfadfinder-T-shirts, bedruckt mit einer großen Lutherrose.

Überfall: Ein benachbartes Lager/ der örtliche Pfadfinderstamm greifen nachts an, um den Wimpel zu klauen. Ein lustiges Spiel, bei dem die Kleineren jedoch nicht mit einbezogen werden.

Vaterunser: Beten wir am Ende jeder Gruppenstunde.

Wimpel: Fahne des Stammes. Unseren Wimpel schmückt ein Christophorusstab auf weinrotem Grund.

Wölflinge: Pfadfinder, die noch keinen Helferschein gemacht haben.

Wölflingsprüfung: Am ersten Mai durchlaufen alle Wölflinge einen Waldparcours, bei dem das erworbene Wissen abgefragt wird. Als Auszeichnung gibt es den grünen, gelben, blauen oder roten Wolfskopf (wird auf das Halstuch aufgenäht).